Nahrung für die Ohren und musikalische Versöhnung der Völker

Der sechste „Ohrenschmaus“ zu Gunsten der Vesperkirche sorgte wieder für eine volle Kirche.

„Miteinander für Leib und Seele“ lautet das Motto der Schweinfurter Vesperkirche, die Diakonie und Kirche in diesem Jahr zum sechsten Mal veranstalteten. Und zum sechsten Mal luden Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Dekanat Schweinfurt zu einem ganz besonderen Abend: Beim „Ohrenschmaus“ musizierten sie selbst und führten mit einem kleinen Chor durchaus anspruchsvolle Stücke auf. Der Erlös ging wie jedes Jahr komplett an die Vesperkirche.

Kirchenmusikdirektorin Andrea Balzer als Chorleiterin hatte diesmal neben einem Abendlied des Schweinfurters Gustav Gunsenheimer und einer schmissigen Samba für den Chor vor allem israelische Stücke für den Chor ausgesucht. An Klavier, Querflöte und Violine brachten die Musizierenden Gisela Bruckmann, Heiko Kuschel, Grit Plößel und Johannes Ziegler vor der voll besetzten Kirche verschiedenste Stücke von Mozart bis in die Moderne zu Gehör. Den Chor unterstützten außerdem Stefan Stauch und Vikarin Elise Badstieber. Trotz krankheitsbedingter Ausfälle überzeugte das etwa einstündige Programm das Publikum, das sich mit großem Applaus bedankte.

Nach einem gemeinsam gesungenen Kanon „Schalom chaverim“ erinnerte Heiko Kuschel daran, dass diese israelischen Melodien in unserem Land vor gar nicht langer Zeit noch verpönt waren. Auch heute gebe es wieder Menschen, die andere – egal ob Juden, Muslime oder Ausländer allgemein – am liebsten ausschließen würden. Er forderte alle Anwesenden dazu auf, dafür zu sorgen, dass diese wunderschönen Melodien auch in einigen Jahren noch frei und unbekümmert in Deutschland gesungen werden können – und dass die Menschen hier weiter in Frieden – Schalom – miteinander leben können.

Dekan Bruckmann bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten und schloss das Benefizkonzert mit einem Segen.